Children Win

Kinder bei Sport-Grossveranstaltungen schützen

Mit der Kampagne Children Win übt die Internationale Föderation Terre des Hommes Druck auf internationale Sportverbände aus, damit sie bei sportlichen Mega-Events die Rechte von Kindern stärker in den Fokus nehmen. Als Mitglied von Children Win fordert terre des hommes schweiz, dass Menschenrechte als Kriterien bei der Vergabe von zukünftigen Anlässen berücksichtigt werden.
Naomy sieht dem Bagger zu, wie dieser Wände eines zerstörten kleinen Hauses in einen Container lädt.
Naomy, 12 Jahre alt, muss zusehen, wie ihr Zuhause Stück für Stück zerstört wird, damit hier Infrastruktur für die Olympischen Spiele entstehen kann.
Die internationalen Sportverbände versprechen, dass Grossveranstaltungen wie die Fussballweltmeisterschaften oder Olympische Spiele zu wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung in den Austragungsländern beitragen. Oft ist in der Realität das Gegenteil der Fall. Die jüngsten Erfahrungen der WM 2014 und der Olympischen Spiele 2016 in Brasilien belegen das. Zehntausende waren betroffen von Zwangsumsiedlungen, die Polizeigewalt gegen Jugendliche in Favelas nahm zu und Proteste gegen diese Missstände wurden gewaltsam niedergeschlagen. Der Staat Brasilien hat sich verschuldet und der Bundesstaat Rio de Janeiro musste kurz vor den Spielen sogar den Finanznotstand ausrufen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen nun die Vorbereitungen für die Fussballweltmeisterschaft 2018 in Russland.

Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit eröffnet Dialog
Children Win hat in den letzten Jahren mit Studien und Dokumentarfilmen unwiderlegbare Beweise für Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit den Sport-Grossanlässen gesammelt. Dadurch konnte sich Children Win sowohl bei der FIFA, dem Internationalen Olympische Komitee (IOC) und dem europäischen Fussballverband (UEFA) Gehör verschaffen.

Erste Schritte zur praktischen Verbesserung
Abgesehen von einem verstärkten Dialog mit den Veranstalter-Organisationen  verzeichnet die Arbeit von Children Win schon erste praktische Ergebnisse. Die durchführenden Organisationen haben Menschenrechtsstandards in ihren Verfahren eingeführt: Ein Menschrechts-Beirat (Human Rights Advisory Board) wurde eingerichtet und dem Ausschreibungsverfahren für die Fussball WM 2026 wurden Kriterien im Bereich Arbeitsrechtsstandards hinzugefügt. Das sind zwar schöne Erfolge, doch die konkrete Umsetzung wird weiterhin genau beobachtet.

Die Veranstalter-Organisationen fangen an sich zu bewegen. Wie das erreicht wurde lesen Sie auf dieser Seite.